Tradition & Qualität

Meisterpflicht steht in 12 Gewerken vor der Rückführung

11. September 2019

Die Gespräche der verschiedenen Handwerksverbände mit der großen Koalition aus CDU/CSU und SPD waren erfolgreich

Die Regierungskoalition in Berlin hat sich darauf geeinigt, für einige Handwerksberufe die Meisterpflicht wieder einzuführen. Dies beschlossen gestern, am 09. September 2019, der Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann, der SPD-Fraktionsvize Sören Bartol sowie Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in Berlin. Dazu soll das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zügig einen Gesetzesentwurf auf den Weg bringen, um Anfang 2020 eine Änderung der Handwerksordnung anzustoßen, heißt es in der offiziellen Pressemeldung der Bundesregierung.
„Wir sind erleichtert, dass unsere monatelangen und intensiven Gespräche zu diesem wichtigen Qualitätsmerkmal nun Früchte tragen“, sagt Harald Gerjets, Präsident des Zentralverband Raum und Ausstattung stellvertretend für die 12 Rückkehrer. „Mit dem gestrigen Beschluss der Koalitionsarbeitsgruppe wurde das geschlossene Auftreten der diversen Handwerksorganisationen auf Bundesebene belohnt“, so Gerjets weiter.

Teil der Reform der Handwerksordnung werden die zwölf Gewerke Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Betonstein- und Terrazzohersteller, Estrichleger, Behälter- und Apparatebauer, Parkettleger, Rollladen- und Sonnenschutztechniker, Drechsler und Holzspielzeugmacher, Böttcher, Glasveredler, Schilder- und Lichtreklamehersteller, Raumausstatter sowie Orgel- und Harmoniumbauer sein. Damit kommen zwölf von 52 Gewerken aus der Anlage B1 wieder in die Anlage A der Handwerksordnung. Die Meisterpflicht soll zum 1. Januar 2020 kommen, aber nur für neu gegründete Betriebe gelten. Bestehende Betriebe genießen Bestandsschutz.

Die Rückführung der 12 Handwerksberufe In die Rolle A ist ein wichtiges Zeichen für die Sicherung von Qualitätsstandards und Zukunftsperspektiven für das Handwerk. Der Meisterbrief sichert zudem Transparenz beim Kunden sowie Fachkräfte für das Handwerk.

 

Quelle: ZVR Zentralverband Raum und Ausstattung